Ich habe eine Boeing 747 geflogen und extreme Situationen über den Wolken gemeistert.

Wenn es drauf ankam, habe ich geliefert: 400 Tonnen Abflugmasse, selbst im Orkan sicher und sanft auf die Landebahn gebracht. Und doch war der mutigste und entscheidendste Moment meines Lebens ein ganz anderer.

20 Jahre lang war ich Pilotin. Segelflugzeuge, Propeller, kleine Jets, große Jets – und zuletzt die Queen of the Skies, die Boeing 747, als Senior First Officer bei der Lufthansa. Ich habe gelernt, in jeder Situation die Kontrolle zu behalten. Präzise zu denken. Zu funktionieren. Abzuliefern und zu leisten. Auch morgens um 03:00 in Mexico City bei Gewitter. Einer der komplexeren Flughäfen dieser Welt.

Diese Qualitäten der Präzision und Leistungsbereitschaft helfen in einer durch Männer geprägten Welt durchaus weiter (sorry guys… aber #isso. Unser heutiges Normal wurde von den Mächtigen der letzten Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte geprägt und das waren soweit ich es bisher recherchieren konnte, keine Frauen). Meine absolute Leistungsbereitschaft hat mich fast zerstört. 2021 zwang mich eine Migräne, alles hinzulegen, was ich aufgebaut hatte. Nicht für eine Pause. Für immer. Ich stand vor den Trümmern einer Identität, die ich 20 Jahre lang für mich selbst gehalten hatte – und musste zum ersten Mal in meinem Leben die Frage beantworten: Wer bin ich, wenn ich nicht mehr die Pilotin bin?

Wenn alles, was du dachtest, dass du es bist, plötzlich vollkommen irrelevant wird und alles, was dein Ego aufpoliert hat, weg fällt, dann schlägst du in der Realität auf. Ich fühlte mich wie in einem Nimbus aus Nebel gefangen. Es gab weder oben noch unten, weder vorne noch hinten. Aber es gab einen Anker: Meine Familie. Und es gab ein Licht: der Kontakt zu meiner inneren Stimme und meiner Seele. Dieses Licht habe ich in Wahrheit immer gefühlt, nur sehr oft ignoriert oder vergessen. Die Brücke zu meinem eigenen inneren Leuchten war mein Atem. Und auch die Brücke hin zu noch so viel mehr. Aber das sollte ich erst im Laufe der Zeit heraus finden.

Bereits während meine Laufbahn als Pilotin bildete ich mich nebenbei im Bereich Body Mind Nutrition  am Body Mind Institute in Calgery aus und absolvierte eine Ausbildung zur Hatha Yoga Lehrerin. Und ich wurde zwei mal Mutter.
Alle weiteren Ausbildungen zum Breathwork Facilitator, Kundalini Yoga Instructor, Embodiment Coach und noch weitere, absolvierte ich nach dem Ende meiner fliegerischen Laufbahn.

Meine erste Geburt war schrecklich. Ich habe gekämpft, kontrolliert, mich verkrampft – und verloren. Ich stand wie ein verängstigtes, geschlagenes Tier in der Ecke des Kreissaales und wollte sterben. So wund. So verletzlich. So durch die Geburtsindustrie missbraucht. Übergangen und ignoriert von Ärzten und Hebammen, die doch in Wahrheit nur helfen wollten… Schöne Hilfe…

Meine zweite Geburt war transzendent. Nicht weil sie leichter war – eine Wehe kann einen Menschen bei lebendigem Leib zerreißen. Sondern weil ich aufgehört hatte zu kämpfen. Nachdem ich beim ersten mal diese erschütternden Erfahrungen gemacht hatte, wusste ich, dass ich etwas zu heilen und auch zu lernen hatte: Das Vertrauen in mich selbst als instinktive, in der Erde verwurzelte Frau. Ich meine: Dieser weibliche Körper ist doch zum Gebäre gemacht? Wie kann es sein, dass das so schmerzhaft ist und dass auch noch alle glauben, das sei normal???

Der Weg der Heilung war meine Initiation in den Atem. Ich lernte, ihn zu reiten und ich lernte meine Gedanken zu lenken und den Fokus noch stärker zu halten als jemals zuvor.

Bei der zweiten Entbindung vertaute ich ausschließlich meinem Körper und meiner inneren Stimme. Ich ging surfen auf den Wellen meiner Wehen und den schwingen meines Atems. Ich atmete mit vorbei an jeder Angst und vorbei ein jedem Blödsinn, der während dessen von außen an mich heran getragen wurde. Dieses mal beschützte meine Hebamme mich, genau wie mein Mann. Niemand durfte den Prozess unterbrechen und ich begegnete GRACE zum aller ersten mal in Form der Kundalini Shakti und dem Tor der Transzendenz, das in uns allen darauf wartet entdeckt zu werden.

Die Kraft der Kundalini ist nicht außergewöhnlich. Sie gehört uns allen. Sie ist weiblich. Aber die meisten Frauen haben vergessen, dass sie sie besitzen und sobald sie sich regt, geraten sie in Panik, so dass die Intensität gegen sich selbt gerichtet wird.

Carolin ist eine einzigartige und herausragende Lehrerin. Ihre Sessions sind fundiert recherchiert und wurzeln in der Wissenschaft, während sie gleichzeitig nährend, unterstützend und voller Liebe sind. Sie hat die wunderschöne Gabe, das Beste in anderen zu erkennen und so begleitet sie ihre Schüler dabei, in die höchste Version ihrer selbst hineinzuwachsen. Als scharfsinnige spirituelle Forscherin, Autorin, Yogini, Sängerin und Mutter, die sie ist, kannst du dir keine außergewöhnlichere Mentorin wünschen, um Einblicke in tiefe Weisheiten zu erhalten. Wenn du das hier liest, nimm es bitte als ein Zeichen, von ihr zu lernen.

—Gurujas Khalsa

Heute bin ich Gründerin der GRACE ACADEMY, Autorin, Breathwork-Facilitatorin und Kundalini Yoga Lehrerin. Ich verbinde das, was ich in 20 Jahren Cockpit gelernt habe – Präzision, Wissenschaft, Struktur – mit dem, was mich meine Kinder gelehrt haben: dass die tiefste Intelligenz nicht im Kopf sitzt, sondern im Körper. Im Atem. In der weiblichen Urkraft, die in jeder von uns wartet.

Die GRACE Methode ist meine Antwort auf all die Strukturen, die uns in der Welt täglich begegnen.

„Mein methodisches Herzstück ist der CYCLE OF GRACE®, die vier Schritte, die aus meiner eigenen Transformation entstanden sind.“