DISCLAIMER

Haftungsausschluss

Wichtige Hinweise zum CYCLE OF GRACE® und zu unseren Yoga-, Atem- und Meditationsangeboten

Der CYCLE OF GRACE® arbeitet mit Ehrlichkeit. Deshalb beginnen wir auch hier damit.

Auf dieser Seite erfährst du, was unsere Arbeit leisten kann – und was nicht. Wo ihre Grenzen liegen. Und worauf du achten solltest, damit die Praxis dir dient, statt dir zu schaden. Bitte lies das in Ruhe, bevor du mit uns arbeitest.

GRACE ACADEMY
Inhaberin: Carolin Limburg
CAYA Postfach 1005782
96035 Bamberg
Deutschland
E-Mail: info@carolinlimburg.de


Das Wichtigste in Kürze

  • Der CYCLE OF GRACE® ist ein Selbsterfahrungs- und Bewegungsansatz – keine Heilbehandlung, keine Therapie, keine Medizin.
  • Er ist nicht klinisch validiert. Wir stützen uns auf Forschung zu einzelnen Wirkmechanismen, nicht auf Studien zur Methode selbst.
  • Du praktizierst eigenverantwortlich und entscheidest in jedem Moment selbst.
  • Schwelle ist nicht Grenze. Diese Unterscheidung ist der wichtigste Sicherheitsaspekt unserer Arbeit.
  • Bei gesundheitlichen Themen: bitte vorher ärztlich abklären.
  • Im Notfall: 112.

1. Was der CYCLE OF GRACE® ist – und was er nicht ist

Der CYCLE OF GRACE® ist ein vierschrittiges Modell zur Selbstwahrnehmung und Selbstführung. Es verbindet Elemente aus Kundalini Yoga, Atemarbeit, Meditation, Achtsamkeitspraxis und strukturierter Selbstreflexion.

Er ist ein Angebot aus den Bereichen Bewegung, Entspannung, Persönlichkeitsentwicklung und Selbsterfahrung.

Er ist ausdrücklich kein Heilmittel und keine Heilbehandlung im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes. Er ersetzt keine medizinische, psychotherapeutische, psychiatrische, physiotherapeutische, geburtshilfliche oder ernährungsmedizinische Behandlung.

Wir sind Yogalehrerinnen, Atemtrainerinnen und Coaches – keine Ärztinnen, Heilpraktikerinnen, Psychotherapeutinnen, Hebammen oder Physiotherapeutinnen. Nichts, was wir vermitteln, dient dazu, Krankheiten oder Beschwerden zu diagnostizieren, zu behandeln, zu lindern, zu heilen oder ihnen vorzubeugen.

Bitte setze aufgrund unserer Inhalte niemals eine ärztlich verordnete Behandlung oder Medikation ab und verschiebe keinen Arztbesuch. Wenn du gesundheitliche oder psychische Beschwerden hast, wende dich bitte zuerst an medizinisches Fachpersonal.


2. Zum wissenschaftlichen Status

Wir arbeiten mit wissenschaftlichen Bezügen – und wir sagen offen, wie weit diese tragen.

Der CYCLE OF GRACE® ist ein praxisgeborenes Modell. Er wurde nicht akademisch entwickelt und ist nicht in klinischen Studien untersucht worden. Es gibt keine randomisiert-kontrollierte Studie zu dieser Methode.

Was es gibt, ist Forschung zu den einzelnen Mechanismen, die der Ansatz nutzt – etwa zur Modulation des Default Mode Network, zur Interozeption, zur Hormesis, zur sympathovagalen Coaktivierung und zum Endocannabinoid-System. Diese Forschungslinien weisen in dieselbe Richtung wie unsere praktische Erfahrung. Wir nennen das Konvergenz.

Konvergenz bedeutet: Der Mechanismus ist plausibel und biologisch nachvollziehbar.
Konvergenz bedeutet nicht: Die Methode ist als wirksam nachgewiesen.

Wenn wir neurobiologische Zusammenhänge beschreiben, sind das Erklärungsmodelle – keine Wirkversprechen. Ein bestimmtes Ergebnis können und wollen wir nicht zusichern.


3. Deine Eigenverantwortung – und die Sache mit der Schwelle

Die Teilnahme an unseren Angeboten erfolgt freiwillig und auf eigene Verantwortung.

Das bedeutet: Du entscheidest in jedem Moment selbst, ob und wie weit du eine Übung ausführst. Du hörst auf deinen Körper. Du legst Pausen ein, wann immer du sie brauchst. Du wählst ein Format, das zu deiner heutigen Verfassung passt.

Schwelle ist nicht Grenze

Der CYCLE OF GRACE® arbeitet bewusst an der Schwelle – dort, wo es unbequem wird und Wachstum möglich ist. Diese Arbeit funktioniert aber nur mit einer klaren Unterscheidung:

Die Schwelle ist der Bereich kontrollierter, herausfordernder Anstrengung. Hier gilt: bleiben und innerlich weich werden.

Die Grenze ist der Punkt, an dem ein Reiz verletzend wird. Hier gilt: abbrechen.

Die Aufforderung „bleib und werde weich“ gilt ausschließlich für die Schwelle – niemals für die Grenze.

Bitte beende die Praxis sofort bei:

  • scharfem, stechendem oder einschießendem Schmerz
  • Gelenk-, Wirbelsäulen- oder Nervenschmerz
  • akuter Atemnot oder Brustschmerz
  • Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen
  • Taubheitsgefühlen oder Kribbeln in Gliedmaßen
  • Herzrasen oder Herzstolpern
  • dem Gefühl, den Kontakt zu dir oder zum Raum zu verlieren

Eine Übung abzubrechen ist kein Versagen von Hingabe. Es ist klare Form-Findung – und damit gelebter CYCLE OF GRACE®.


4. Bitte kläre vorher ärztlich ab

Wir empfehlen dir dringend, vor Beginn mit deiner Ärztin oder deinem Arzt zu sprechen, wenn einer der folgenden Punkte auf dich zutrifft:

Herz, Kreislauf, Atmung

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzrhythmusstörungen
  • Bluthochdruck oder sehr niedriger Blutdruck
  • Asthma, COPD, andere Atemwegserkrankungen
  • Zustand nach Schlaganfall, Thrombose oder Herzinfarkt
  • Aneurysma

Bewegungsapparat

  • Bandscheibenvorfall, Wirbelsäulenerkrankungen
  • Schulter-, Knie- oder Hüftprobleme
  • Arthrose, Osteoporose
  • akute Verletzungen oder kürzlich zurückliegende Operationen

Weitere Erkrankungen

  • Epilepsie oder Krampfneigung
  • Glaukom (Grüner Star), Netzhauterkrankungen
  • Diabetes
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • akute Infekte oder Fieber

Psychische Gesundheit

  • Angst- und Panikstörungen
  • Depressionen
  • posttraumatische Belastungsstörung, unverarbeitete Traumata
  • Essstörungen
  • Psychosen, bipolare Störungen, dissoziative Störungen
  • Suchterkrankungen

Diese Liste ist nicht abschließend. Frag im Zweifel lieber einmal zu viel nach.


5. Atemarbeit und Breathwork – bitte besonders sorgfältig lesen

Atemtechniken sind das kraftvollste und zugleich risikoreichste Element unserer Arbeit. Deshalb hier ausführlicher.

Was passieren kann

Intensivere Atemtechniken – etwa Conscious Connected Breathing, Breath of Fire oder Kapalabhati – verändern den CO₂-Gehalt im Blut. Typische Begleiterscheinungen sind Kribbeln, Schwindel, Muskelverkrampfungen bis hin zur Tetanie (krampfartige Verspannung von Händen und Gesicht), Tremor, Weinen, Lachen oder intensive emotionale Wellen.

Diese Phänomene sind in der Breathwork-Praxis bekannt und in der Regel vorübergehend. Sie können aber überwältigend wirken – besonders beim ersten Mal und besonders allein zu Hause.

Wann du keine intensive Atemarbeit praktizieren solltest

Bitte praktiziere intensive Atemtechniken nicht ohne vorherige ärztliche Abklärung bei:

  • Schwangerschaft
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Aneurysma
  • Epilepsie
  • Asthma oder anderen schweren Atemwegserkrankungen
  • Glaukom oder Netzhautablösung
  • Osteoporose
  • schweren psychischen Erkrankungen, insbesondere Psychosen, bipolaren Störungen, dissoziativen Störungen
  • akuten Panik- oder Angstzuständen
  • kürzlich zurückliegenden Operationen

Ein dokumentierter, wenn auch seltener Fall aus der medizinischen Literatur betrifft einen Pneumothorax nach Kapalabhati-Praxis. Bei Vorerkrankungen der Lunge ist besondere Vorsicht geboten.

Absolute Sicherheitsregeln

Praktiziere Atemübungen niemals:

  • im oder am Wasser – auch nicht in der Badewanne
  • beim Autofahren oder Bedienen von Maschinen
  • im Stehen, wenn Schwindel möglich ist
  • unter Einfluss von Alkohol, Drogen oder bewusstseinsverändernden Medikamenten
  • an einem Ort, an dem du dich beim Hinlegen verletzen könntest

Kehre bei Unwohlsein jederzeit zu deinem natürlichen Atem zurück. Der Atem ist ein Werkzeug – kein Wettbewerb.


6. Kundalini Yoga und gehaltene Positionen

Kundalini-Kriyas arbeiten mit langen Haltezeiten, intensiven Atemmustern und wiederholten Bewegungen. Sie sind fordernd – und genau darin liegt ihre Wirkung wie ihr Risiko.

Bitte beachte:

  • Bei orthopädischen Kontraindikationen (Schulter, Nacken, Wirbelsäule, Knie) sind Positionen abzuwandeln oder auszulassen.
  • Anhaltende Überkopf-Positionen sind bei Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schulterproblemen nicht geeignet.
  • Muskuläres Brennen ist Schwelle. Gelenk-, Nerven- oder Wirbelsäulenschmerz ist Grenze – und Grund zum sofortigen Abbruch.
  • Die üblichen Kontraindikationen für Kundalini-Praxis (Schwangerschaft, Bluthochdruck, Epilepsie, akute Erkrankungen) gelten unverändert. Die Logik des CYCLE OF GRACE® hebt sie nicht auf.

7. Selbstreflexion, Inquiry und emotionale Prozesse

Der erste Schritt des CYCLE OF GRACE® arbeitet mit strukturierten Fragen zur Selbstuntersuchung – unter anderem mit Rollen-Diagnose und Inquiry-Techniken. Das kann sehr klärend sein. Es kann auch aufwühlen.

Was du wissen solltest

Unsere Angebote sind keine Psychotherapie und keine Traumatherapie. Sie sind nicht dafür konzipiert, belastende oder traumatische Erfahrungen aufzuarbeiten.

Inquiry ist kontraindiziert bei akuter Traumatisierung, akuter Gewalterfahrung, schwerer Depression, Psychose oder in stark aktivierten Zuständen wie Panik, Dissoziation oder akuter Wut. In diesen Situationen kann Selbstbefragung schaden statt helfen.

Kein spirituelles Bypassing. Wenn dir tatsächlich Unrecht widerfahren ist – durch Gewalt, Diskriminierung oder strukturelle Benachteiligung –, dann ist nicht dein Gedanke das Problem, sondern die Situation. Selbstreflexion ist ein Werkzeug zur Selbsterkenntnis, niemals eine Aufforderung, dir die Verantwortung für das Handeln anderer zuzuschreiben.

Rollen-Modelle dienen der Selbstreflexion – nicht der Beurteilung anderer Menschen.

Intensive Praxis kann dekompensieren. Bei unverarbeitetem Trauma können Breathwork, Kundalini-Kriyas oder fordernde Sequenzen Flashbacks, Dissoziation, Panik oder anhaltende Übererregung auslösen. Das ist kein theoretisches Risiko, sondern dokumentiert.

Wenn du merkst, dass etwas in dir arbeitet, das professionelle Begleitung braucht: Bitte such sie dir. Das ist keine Schwäche und kein Scheitern am Prozess. Das ist radikale Ehrlichkeit.


8. Schwangerschaft, Geburt, Rückbildung und Zyklus

Geburtsphysiologie ist ein zentrales Erklärungsmodell im CYCLE OF GRACE®. Daraus folgt aber ausdrücklich kein geburtshilfliches Angebot.

In der Schwangerschaft praktiziere bitte nur nach ärztlicher oder hebammenseitiger Rücksprache und ausschließlich in dafür ausgewiesenen Formaten. Intensive Atemtechniken, Bauchpressen, starke Rückbeugen, Umkehrhaltungen und Kundalini-Kriyas sind grundsätzlich nicht geeignet.

Unsere Inhalte ersetzen keine Geburtsvorbereitung, keine Hebammenbetreuung, keine ärztliche Schwangerenvorsorge und keine geburtshilfliche Begleitung. Sie treffen keine Aussagen über den Verlauf deiner Geburt und sind keine Grundlage für Entscheidungen über Geburtsort, Geburtsmodus oder Schmerzmittelgabe. Diese Entscheidungen gehören in die Hand von dir und deinem Behandlungsteam.

Nach der Geburt beginne bitte erst nach ärztlicher Freigabe und – bei Kaiserschnitt, Beckenbodenthematik oder Rektusdiastase – nach physiotherapeutischer Abklärung.

Zyklusorientiertes Training: Hinweise zur Anpassung der Praxis an deinen Zyklus sind allgemeine Orientierung. Sie sind keine Zyklusberatung, keine Verhütungsmethode, keine Kinderwunschbegleitung und keine Behandlung hormoneller oder gynäkologischer Beschwerden. Bei Zyklusstörungen, starken Beschwerden oder unerfülltem Kinderwunsch wende dich bitte an deine Gynäkologin.


9. Online-Training, Studio und App

Beim Üben zu Hause gelten andere Voraussetzungen als in Präsenz:

Wir sehen dich nicht. Bei aufgezeichneten Inhalten können wir deine Ausführung nicht beobachten, nicht korrigieren und nicht individuell anpassen. Auch in Live-Formaten ist die Sicht über die Kamera stark eingeschränkt.

Keine individuelle Anpassung. Unsere Anleitungen richten sich an eine allgemeine Gruppe und berücksichtigen keine persönlichen Vorerkrankungen oder Einschränkungen.

Bei intensiver Atemarbeit allein zu Hause empfehlen wir dringend: Praktiziere im Liegen, sorge dafür, dass eine erreichbare Person weiß, was du tust, und beginne mit den kürzesten und sanftesten Formaten.

Deine Übungsumgebung liegt in deiner Verantwortung. Bitte achte auf ausreichend Platz nach allen Seiten, rutschfesten und ebenen Untergrund, freie Bewegungsfläche ohne Möbelkanten oder Stolperfallen, gute Belüftung und sicheren Stand von Hilfsmitteln.

Für Unfälle, Verletzungen oder Sachschäden in deiner häuslichen Übungsumgebung können wir keine Verantwortung übernehmen.


10. Kinder und Jugendliche

Unsere Angebote richten sich an Erwachsene ab 18 Jahren. Intensive Atemarbeit und Kundalini-Praxis sind für Minderjährige nicht geeignet, sofern ein Format nicht ausdrücklich anders ausgewiesen ist.


11. Im Notfall

Bei akuten Beschwerden – starken Schmerzen, Atemnot, Brustschmerz, anhaltendem Schwindel, Bewusstseinsstörungen – rufe sofort den Notruf 112.

Bei psychischen Krisen oder Suizidgedanken erreichst du die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.

Unsere Angebote sind ausdrücklich nicht für Notfälle oder akute Krisen geeignet.


12. Marke und geistiges Eigentum

CYCLE OF GRACE® ist eine eingetragene Marke von Carolin Limburg, GRACE ACADEMY.

Die Bezeichnung, das dahinterstehende Modell sowie alle zugehörigen Materialien, Sequenzen, Abläufe, Texte, Grafiken, Video- und Audioaufnahmen sind marken- und urheberrechtlich geschützt.

Die Nutzung der Bezeichnung CYCLE OF GRACE® – insbesondere zur Bewerbung eigener Angebote, als Kurs- oder Klassenname oder in Verbindung mit Unterrichtstätigkeit – ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung nicht gestattet. Das gilt auch für abgewandelte oder verwechslungsfähige Bezeichnungen.

Die Teilnahme an unseren Klassen, Kursen oder Programmen berechtigt nicht dazu, die Methode selbst zu unterrichten, weiterzugeben oder unter diesem Namen anzubieten. Eine entsprechende Berechtigung entsteht ausschließlich durch eine gesonderte Lizenz- oder Ausbildungsvereinbarung mit der GRACE ACADEMY.


13. Inhalte auf Website, in Videos und in der App

Wir erstellen unsere Inhalte mit Sorgfalt und nach bestem Wissen. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit können wir nicht übernehmen.

Das gilt auch für Inhalte in unserer App sowie auf unseren Social-Media-Kanälen. Für Inhalte externer Websites, auf die wir verlinken, sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.


14. Haftung

Für Schäden, die aus der eigenverantwortlichen Teilnahme an unseren Angeboten entstehen, übernehmen wir keine Haftung – insbesondere nicht bei Missachtung der Hinweise auf dieser Seite, bei unterlassener ärztlicher Abklärung oder bei Übungen, die über deine körperlichen Möglichkeiten hinausgehen.

Unberührt hiervon bleibt unsere Haftung für Schäden an Leben, Körper und Gesundheit sowie für Schäden aus Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Ebenso haften wir bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) – in diesem Fall begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Zwingende gesetzliche Haftungsregelungen bleiben in jedem Fall bestehen.


Fragen?

Wenn du unsicher bist, ob ein Angebot für dich geeignet ist: Schreib uns. Wir antworten ehrlich – auch wenn die Antwort manchmal lautet: „Bitte sprich erst mit deiner Ärztin.“

📧 info@carolinlimburg.de

Stand: 08.08.2026